Donnerstag, Juli 30, 2009

"Das Zuhause, ein gefährlicher Ort für Frauen"

Kerstin Artus, frauenpolitische Sprecherin der Linken und Journalistin, hat es irgendwie geschafft, einen Artikel in der "Welt" zu veröffentlichen. Ein Auszug:

Der Bremer Soziologe Gerhard Amendt forderte am 16. Juni auf WELT ONLINE die Abschaffung von Frauenhäusern. Er unterstellte den Mitarbeiterinnen antipatriarchale Kampfrhetorik und Unprofessionalität. Er warf den Sozialpädagoginnen und Psychologinnen vor, sie seien unausgebildet und würden Scheidungskonflikte verschärfen. Er unterschlug, dass der Weg ins Frauenhaus ein verzweifelter Schritt nach oft jahrelangen Demütigungen und Misshandlungen ist, und redete verharmlosend von „Sprachstörungen unter den Partnern“ und „Familienkrisen“.

Amendt relativiert Männergewalt trivial und unwissenschaftlich: Es gäbe auch gewalttätige Partnerinnen. Doch auch damit greift seine Hatz zu kurz. Die Berliner Soziologin Barbara Kavemann hingegen benennt die Unterschiede: Frauen schlagen aus Notwehr zurück oder aber, um etwas zu erreichen. Nicht aber aufgrund von Macht- und Kontrollverlust.


Wenn jemand derart offenkundig so überhaupt keine Ahnung von einem Thema hat, warum muss sie dann Zeitungsartikel darüber schreiben? Schreibe ich über den Klimawandel, unser Gesundheitssystem oder die ethnischen Konflikte in Burundi? Schadet es etwas, sich erst über ein Thema zu informieren und dann eine eigene Position dazu finden, statt erst mal eine Ideologie auszuwählen und sich dann die Rhetorik so zurechtzubiegen, dass sie dazu passt? Jemand, dessen Physikkentnisse auf dem Stand der achten Klasse stehengeblieben sind, käme nie auf den Gedanken, gegen einen Professor für Astrophysik mit diesem bruchstückhaften Wissen andiskutieren und ihn als "unwissenschaftlich" abzukanzeln – in der Geschlechterthematik macht frau das wie selbstverständlich. Und eine große deutsche Zeitung druckt den Quatsch. Ehrlich, mir fällt zu so einer Nummer nichts mehr ein.

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